Frohes Neues Jahr

Im Wald

Ich wünsche allen ein erfolgreiches, verletzungsfreies und wildreiches 2015!!

Vor genau einem Jahr hat mich die Familie Bäte von meinem Züchter abgeholt.

Ich darf auf sehr viele fantastische Ereignisse und tolle Erlebnisse zurück blicken. Neulich während eines Übungstages, wurde ich zur

Quersuche geschnallt. In flotter Gangart war ich unterwegs, als ich einen Hasen witterte. Die Sasse war noch warm und ich stand

der Witterung hoch errregt mit fast kreisender Rute vor. Nach ausgiebigem Lobesgesang bekam ich den Rückpfiff, welchem ich wie

es sich für eine junge Hündin gehört, "ich bin nämlich ein Bremshund" hähä, erst nach scharfem, drohendem HEDIII befolgte. Bei

Herrchen angekommen, gab es trotz des anfänglichen Haderns eine Lobdusche, schließlich soll es stets als angenehm empfunden

werden zu ihm zu kommen. Danach setzte er mich kurz hinter der Sasse an. WAHNSINN, ich war wie

von Sinnen, tatsächlich war ich natürlich in der Funktionskette JAGD (ich spare mir die Ausführungen wie die tonnenweise

Ausschüttung von körpereigenen Glücklichmachern und die Selbstbelohnung von Statten gehen, dass ist unter dies und das sehr

schön beschrieben),  und somit war völlig klar, was zu tun war. Meister Lampes Spur musste gearbeitet werden. Ich arbeitete also

die Spur, welche immer wärmer wurde. Mit lockerem Hals und andauerndem Geläut folgte ich.

Mittlerweile hatte ich mehrere Gräben und Knicks genommen, war sehr weit entfernt und ausser Sicht, als ich ihn stach. Was nun

folgte bleibt mein kleinesGeheimnis. Ich kam nach einigen Minuten, den Hasen im Fang mit erhobenem Haupt und stolz getragener

Rute zurück zur Gruppe und brachte ihn zu Herrchen.

Auf Signal aus, gab ich den Hasen ab. Alle Anwesenden begutachteten den Hasen und stellten fest, dass dieser äußerlich unversehrt

war, erst nach dem Aufschärfen konnten sie sehen, dass er krank war. Zur Beruhigung aller, es ist sonst kaum möglich einen

flüchtigen Hasen einzuholen und zu greifen. In dem Revieranteil in dem wir übten, war kein undurchdringlicher Bewuchs oder

ähnliches, der eine erfolgreiche Flucht eines gesunden Hasen verhindert hätte.

Für mich ist es mittlerweile selbstverständlich gefundene Apportiergegenstände, oder ausgelegtes Wild auch ohne Aufforderung zu

bringen.

Ich bin trotzdem nicht einfach;-)) zur Erklärung. Ein Bremshund oder Anschiebehund? Das hat nichts mit einer Einteilung am

Schlitten zu tun. Die haben eh andere Bezeichnungen, hat mir zumindest mal so ein netter Huskytyp während unseres letzten

Urlaubs erklärt, als ich ihn anbaggerte und sagte wer und was ich bin.

Hier geht es letztlich im jägerischem Hundejargon um die Tatsache, ob der vierbeinige Jagdbegleiter

eher voller Passion und Vorwärtsdrang gebremst werden muss, oder wir es mit einem Hund zu tun haben, der mehr Motivation

benötigt. Hm mehr Motivation, ohne Fachsimpeln zu wollen, ist diese in ex- und intrinsistische unterteilt. Das bzw. die sind nicht

gemeint. Ich meine die, die Einladungsschreiben brauchen und sprichwörtlich angeschoben werden müsssen, egal ob im Wald, Feld

oder Wasser, denn klar ist auch, Stärken und Schwächen haben fast alle.

Bevor ich nun für heute zum Schluss komme, ist es mir ein Anliegen mal mein bzw. unser Frauchen zu erwähnen. Selbstverständlich

verbringt sie sehr viel Zeit mit uns. Zwar begleiten wir Herrchen auch mal zum Dienst, aber das ist nicht die Regel und somit ist

Frauchen da und kümmert sich liebevoll.

Wir leben in einem stabilen und harmonischem Umfeld, dass ist wichtig für uns Hunde, sehr wichtig.

Glaubt mir, Eure Hedi.

Ach ja, den einen auf dem Bild kennt ihr, der andere ist Albert. Albi ist wie ihr seht ein Labrador, also ein Fang mit Magen :-)))

Albi war bei uns zur Ausbildung und über unsere Erlebnisse schreibe ich demnächst. Ein absolut liebenswerter Kerl.

Wir vermissen ihn.