Hedi's Weg

Wir möchten Sie recht herzlich einladen hier Hedi`s Weg zum ausgebildeten Jagdhund zu verfolgen.
Hedi ist der Neuzugang in unserem Team und gehört seit dem 01.01.2014 dazu.
Hier werden sie in regelmäßigen Beiträgen neues über sie und ihre Ausbildung erfahren.
Begleiten Sie ihren Weg!

5 Monate

Der Frühling ist gekommen, ich möchte allen Prüfungsteilnehmern,

die in den folgenden Wochen an den VJP´n teilnehmen viel Suchenglück wünschen.

Ich werde erst im nächsten Jahr starten und von nun an, mit einigen von euch zusammen üben.

Mittlerweile bin ich 5 Monate alt und habe das Zeitfenster des "Welpen daseins" genossen.

Halbes Jahr

Ich schwimm

Urlaub in Bayern.

Auf diesem Bild seht ihr mich beim schwimmen im Königssee.

Die Gewöhnung ans Wasser ist gelungen, der Folgetrieb hat sich ausgezahlt.

Ich lerne 15mal "besser" durch beobachten als auf andere Art und Weise. Das haben schlaue Leute herausgefunden ;-)

In der Bildergallerie könnt ihr weitere Fotos der Schwimmstunden sehen. Anfangs war es wie so häufig, eher ein wildes paddeln als

schwimmen, aber mittlerweile sieht es richtig gut aus. Neben vielen tollen Dingen, die ich lustbetont und gern mach, HASENSPUR!!

setzt mir Herrchen immer wieder, strikt, direkt und klar die Grenzen. Die Ballance ist schwer. Ich möchte ja viel lieber selbst

entscheiden, wann, wie, was, wo, wie lang ich jage und hetze. Häufig, wenn ich mit tiefer Nase suche und gerade im Begriff bin

durchzustarten, kommt der Triller und ich muss ins down. Nach dem Abruf geht Herrchen hin und wieder zu dem Punkt an dem ich

mich zuvor befand und ich darf der Spur folgen. Je wärmer diese wird, desto aufgeregter werde ich und jiff jiff folge ich ihr. Haha,

wohlwissend erfolgt dann kein Pfiff. Hin und wieder, stehle ich mich weg. Ich werde dann komischer Weise nicht

gefeiert beim Zurückkommen. Dieses Verselbstständigen, hat dann oft erstmal die Leine zur Folge. Das mit dem Setzen von

Grenzen, sich entwickeln lassen, ja die Passion in die richtigen Bahnen lenken, da bin ich noch nicht so richtig glücklich mit. Ich

gehorche wirklich sehr gut für einen Hund meines Alters. Ich kann auch schon viel, so viel das ich mir sicher bin, dass Herrchen

genau aus diesem Grund........manchmal denkt, lass sie doch einfach mal HUND sein.

Ich weiß, Herrchen ist stolz auf mich. Die wichtigsten Dinge beherrsche ich. Soziale Interaktionen und das Ertragen von Frustation.

Es nützt tatsächlich nichts, bei der Arbeit anderer Hunde Theater zu machen, Aufmerksamkeit gibt es erst wenn ich ruhig bin.

In der Bildergallerie seht ihr neue Fotos, ruhig im Down liegend, auf 1800m üNN beim Bergwandern und mit Toni beim Ponyreiten.

Die Übungseinheiten beziehen sich im Wesentlichen auf spielerisches erlernen der wichtigen Grundlagen eines Jagdhundes.

Deutlich wird aber auch, wie Anfangs erwähnt, dass wenn ich ertsmal begriffen habe worum es geht, ich es auch zeigen muss.

Sprich, Herrchen fordert es ein.

LG, bis bald eure Hedi!

 

 

 

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10 Monate

Hedis gelber Verband

Hey!

Ihr Lieben, merkwürdige Dinge geschehen in so einem Hundeleben. Vorweg erstmal, JA mir geht es gut. Herrchen erzählte mir von all den besorgten Fragen, warum ich nicht mehr schreibe. Nun. Es ist halt so dass ich auf ihn angewiesen bin. Ereignisse, Fortschritte aber auch "kleine Rückschläge" (ich hatte eine Gelenkentzündung) um darüber zu berichten, gab bzw. gibt es genug. Nein vielmehr ist es dem Zeitmanagement, voller Terminkalender, Zeit für die Zweibeiner usw. geschuldet. Das ist allerdings ein Bereich über den ich mich nicht auslassen möchte. Genausowenig wie über heldenhafte Taten des Wurms. Nein nicht ich hatte Würmer, ohne jetzt in die Thematik des Gurkenkernwurms sonstiger Haken,- Rundwürmer usw. oder, den daraus resultierenden Diskusussionen einsteigen zu wollen, dass wir schließlich alle Würmer hätten. Hier geht es um einen Endoparasiten von sogenannten Häckern, der unseren Rechner befallen hatte.

Zurück zu merkwürdigen Dingen. Bis vor ca. 2 Monaten hatte ich einen starken "Juckreiz" in meinem Fang. Das lag an der Entwicklung meines bleibenden Gebisses eines Caniden. Statt der 28 Milchzähne habe ich nun, so wie Herrchen es gern nennt, 42 Waffen in meinem Maul. Grund genug uns gut zu sozialisieren und gut zu behandeln ;-). Mir ging es richtig gut und ich machte gewaltige Fortschritte im Training. Kaum hatte ich mich an den Zustand der "Sorglosisgkeit" gewöhnt, da fing ich an zu färben. Im Vorfeld zeigte sich schon dass etwas "merkwürdiges" passierte. Olfaktorisch muss sich jedenfalls richtig stark etwas verändert haben. Die hündischen Herren aus Nachbarschaft und häuslicher Gemeinschaft, zumindest die intakten, waren stets entzückt mich zu riechen, sehen, schmecken, höhren oder zu berühren. "Das sind die fünf Wahrnehmungsarten die wir zur Verfürgung haben". Bei den Reviergängen mochte ich mich nicht mehr recht von Herrchen lösen. Wir stellten den "Übungsbetrieb", abgesehen von etwas Basisarbeit, ein.

Das Feuerwerk in meinem Synapsen war grandios. Ich stellte auch einiges in Frage. Hey ich bin in der Pubertät schrie ich meinem Umfeld und Sozialparnern förmlich zu. Wenn ich naß von draußen rein kam, vollführte ich Teppichtänze. Meine Leute fanden es lustig. Um das nachvollziehen zu können, stellt ihr euch am Besten vor, wie jemand auf glühenden Kohlen läuft, nur bereitete es mir keine Schmerzen. Selbstverständlich trug aber nicht alles was ich tat zur Belustigung bei. Mein Hörsinn schien in der Zeit stark nachgelassen zu haben. Bestimmte Signale wollten einfach nicht mehr durchdringen:-)  

Mit Fug und Recht darf ich dennoch behaupten, dass ich bereit zur HZP war. Es geht natürlich nicht darum wie schnell ein Hund prüfungsvorbereitend "durchgearbeit" ist. Es ist lediglich nicht unmöglich, zähe Diskussionen über etwaige Punktverluste und so weiter, sind natürlich widerum Bestandteil einer frühen Prüfung. Wie auch immer, diese Fragen stellten sich ja nicht mehr.

Herrchen sagt immer, er ginge mit dem Hund zur Jagd und nicht mit dem Prüfungszeugnis. An so einem Prüfungstag kann schließlich allerhand passieren. Ich weiß natürlich wie wichtig es ihm ist, dass ich sehr gut durch eben diese komme, nicht umsonst üben wir regelmäßig dafür.

Er war auch besonders stolz das bei drei HZP´n Briskos Nachkommen Suchensieger wurden und zum Teil sogar die Plätze direkt dahinter belegten. Bei der Art und Weise wie er mit mir übt, geht sehr viel über positive Bestätigung, Motivation, Stellvertreterreize, Konflikte und das Setzen von Grenzen. Glaubt mir, es ist schon eine Versuchung dass zu apportierende auszuspucken, wenn wie aus dem Nichts auf einmal ein saftiger Fleischbrocken vom Himmel fällt. Gleiches gilt für zahlreiche Übungslektionen, in denen ich immer wieder Reizen ausgesetzt werde, um zu überprüfen ob gelerntes auch in diesem Kontext gilt.

Das ich für die Prüfungen gut vorbereitet werde ist natürlich ein Schwerpunkt. Ich weiß aber sicher, das wir sehr viel Wert auf folgende Dinge, die ICH ;-) ihm erklärt habe, legen.

Der Umgang sowohl mit Artgenossen als auch mit Menschen, das Zurechtfinden in der belebten Umwelt, sind Themen die uns wichtig sind. Wie oft habe ich es nun erleben müssen, Leinenaggression-frustration, Ressourcenkämpfe, Defiziete in der Kommunikation, mangelnde Fähigkeiten im  Umgang mit Frust. Ich könnte in den Aufführungen fortfahren. Liebe Leser, ja Gehorsam ist wichtig und wie ich schon erwähnte, wir brauchen Grenzen, eben diese Grenzen die es uns möglich machen in dieser Welt mit ihren Regularien, Verordnungen und begrenztem Lebensraum zu recht zu kommen. Dazu langt aber nicht das Üben der 5 Basissignale, vielmehr bedarf es eines vernünftigen Umgangs. Auslastung, Begrenzung, Zuneigung, Erziehung sollen hier mal ins Feld geführt werden. Ich darf von mir behaupten dass ich all dieses in großem Maß erfahren darf. Glaubt mir, wenn Brisi und ich draußen auch echt mit Dampf unterwegs sind, so fallen wir jedoch meist positiv auf. Sobald wir im Haus sind, nehmen wir uns zurück und haben das Glück, mit Menschen zu leben, die uns Hunde auch wie Hunde behandeln. LG und bis 2015 eure Hedi

 

Frohes Neues Jahr

Im Wald

Ich wünsche allen ein erfolgreiches, verletzungsfreies und wildreiches 2015!!

Vor genau einem Jahr hat mich die Familie Bäte von meinem Züchter abgeholt.

Ich darf auf sehr viele fantastische Ereignisse und tolle Erlebnisse zurück blicken. Neulich während eines Übungstages, wurde ich zur

Quersuche geschnallt. In flotter Gangart war ich unterwegs, als ich einen Hasen witterte. Die Sasse war noch warm und ich stand

der Witterung hoch errregt mit fast kreisender Rute vor. Nach ausgiebigem Lobesgesang bekam ich den Rückpfiff, welchem ich wie

es sich für eine junge Hündin gehört, "ich bin nämlich ein Bremshund" hähä, erst nach scharfem, drohendem HEDIII befolgte. Bei

Herrchen angekommen, gab es trotz des anfänglichen Haderns eine Lobdusche, schließlich soll es stets als angenehm empfunden

werden zu ihm zu kommen. Danach setzte er mich kurz hinter der Sasse an. WAHNSINN, ich war wie

von Sinnen, tatsächlich war ich natürlich in der Funktionskette JAGD (ich spare mir die Ausführungen wie die tonnenweise

Ausschüttung von körpereigenen Glücklichmachern und die Selbstbelohnung von Statten gehen, dass ist unter dies und das sehr

schön beschrieben),  und somit war völlig klar, was zu tun war. Meister Lampes Spur musste gearbeitet werden. Ich arbeitete also

die Spur, welche immer wärmer wurde. Mit lockerem Hals und andauerndem Geläut folgte ich.

Mittlerweile hatte ich mehrere Gräben und Knicks genommen, war sehr weit entfernt und ausser Sicht, als ich ihn stach. Was nun

folgte bleibt mein kleinesGeheimnis. Ich kam nach einigen Minuten, den Hasen im Fang mit erhobenem Haupt und stolz getragener

Rute zurück zur Gruppe und brachte ihn zu Herrchen.

Auf Signal aus, gab ich den Hasen ab. Alle Anwesenden begutachteten den Hasen und stellten fest, dass dieser äußerlich unversehrt

war, erst nach dem Aufschärfen konnten sie sehen, dass er krank war. Zur Beruhigung aller, es ist sonst kaum möglich einen

flüchtigen Hasen einzuholen und zu greifen. In dem Revieranteil in dem wir übten, war kein undurchdringlicher Bewuchs oder

ähnliches, der eine erfolgreiche Flucht eines gesunden Hasen verhindert hätte.

Für mich ist es mittlerweile selbstverständlich gefundene Apportiergegenstände, oder ausgelegtes Wild auch ohne Aufforderung zu

bringen.

Ich bin trotzdem nicht einfach;-)) zur Erklärung. Ein Bremshund oder Anschiebehund? Das hat nichts mit einer Einteilung am

Schlitten zu tun. Die haben eh andere Bezeichnungen, hat mir zumindest mal so ein netter Huskytyp während unseres letzten

Urlaubs erklärt, als ich ihn anbaggerte und sagte wer und was ich bin.

Hier geht es letztlich im jägerischem Hundejargon um die Tatsache, ob der vierbeinige Jagdbegleiter

eher voller Passion und Vorwärtsdrang gebremst werden muss, oder wir es mit einem Hund zu tun haben, der mehr Motivation

benötigt. Hm mehr Motivation, ohne Fachsimpeln zu wollen, ist diese in ex- und intrinsistische unterteilt. Das bzw. die sind nicht

gemeint. Ich meine die, die Einladungsschreiben brauchen und sprichwörtlich angeschoben werden müsssen, egal ob im Wald, Feld

oder Wasser, denn klar ist auch, Stärken und Schwächen haben fast alle.

Bevor ich nun für heute zum Schluss komme, ist es mir ein Anliegen mal mein bzw. unser Frauchen zu erwähnen. Selbstverständlich

verbringt sie sehr viel Zeit mit uns. Zwar begleiten wir Herrchen auch mal zum Dienst, aber das ist nicht die Regel und somit ist

Frauchen da und kümmert sich liebevoll.

Wir leben in einem stabilen und harmonischem Umfeld, dass ist wichtig für uns Hunde, sehr wichtig.

Glaubt mir, Eure Hedi.

Ach ja, den einen auf dem Bild kennt ihr, der andere ist Albert. Albi ist wie ihr seht ein Labrador, also ein Fang mit Magen :-)))

Albi war bei uns zur Ausbildung und über unsere Erlebnisse schreibe ich demnächst. Ein absolut liebenswerter Kerl.

Wir vermissen ihn.

 

 

 

April VJP

Vorweg,

ich habe die VJP absolviert und mit 74 Punkten super abgeschnitten.

Bei Punktgleichheit mit dem Suchensieger, errang ich auf Grund des "höheren Alters" einen tollen zweiten Platz.

In der Nase und auf der Hasenspur, sowie im Vorstehen eine Elf,machten Herrchen natürlich glücklich und stolz.

Brauchbarkeit und HZP

Im September habe ich abermals als Suchenzweiter die HZP und die Brauchbarkeit bestanden.

Mit der Entenarbeit konnte ich 188 Punkte erreichen und somit die sehr guten Anlagen wieder unter Beweis stellen.

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